Institut Deutsche Adelsforschung
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Zur Sammlung von Anekdoten des Adels

Anmerkungen zu einer Neuerscheinung aus dem Ditzingener Reclamverlag im Jahre 2026
 
Im Jahre 1783 erschien eine Anekdote in dem berlinischen Periodikum der „Allerneusten Mannigfaltigkeiten“; sie betraf Freigebigkeit und Wohlstand des Adels sowie Leutseligkeit gegenüber hierarchisch Tieferstehenden und lautete anonymisiert wie folgt: „Der Graf von Sch…, Sohn eines reichen und im Norden berühmten Mannes, zeichnete ſich ſchon in früher Jugend durch edelmüthige und wohlthätige Handlungen aus. Vor kurzem ſprach ihn ein junger Mann, der als Sekretär in ſei­nem Departement angeſtellt iſt, um ein Darlehn von 8oo R[eichs]th[a]l.[er] vertrauensvoll an. Ein Freund hatte ihm dieſe Summe vor geraumer Zeit vorgeſtrekt, und er konnte den Gedanken, ſie ihm noch immer ſchuldig zu ſeyn, nicht ohne Schamröthe denken. Das Geld ward ihm ſogleich ausgezahlt, und er eilte damit freudig zu ſeinem Freunde. – ‚Wozu das?“ frägt ihn dieſer großmüthige Gläubiger; ‚hab' ich Sie wegen der „Wiederbezahlung etwa ſchon gemahnt?‘ – ‚Nein; aber meine Pflicht ... Behalten Sie's immer noch, lieber Freund; ‚Sie würden's nicht füglich entbehren können; ich weis, dass Ihre Einnahme zu Abtragung einer ſolchen Summe noch nicht hinreicht – und vielleicht haben Sie dies Kapital, das ich jetzt gar nicht brauche, zu hohen Zinſen aufgenommen?‘ –

Verzeihen Sie; der Graf von Sch... hat mir's vorge­ſtrekt und ohne Zinſen. – ‚Nun, ſo ſoll man doch nicht ſa­„gen können, daß Ihr Freund weniger, als Ihr Chef, für Sie gethan habe; hier iſt Ihr Schuldſchein (er gab ihn zer­riſſen zurü[c]k) und tragen Sie nun Ihr Geld weg.‘ Von Dankgefühl durchdrungen umarmt der junge Mann ſeinen Freund, und eilt dann zum Grafen, dem er dieſe Begeben­heit erzählt. – ‚In Wahrheit‘, antwortet ihm dieſer, ‚die Freude führt Sie in Irrthum, Herr Sekretär; Ihr Gedächt­niß iſt Ihnen untreu; ich habe Ihnen niemals was gelie­hen.‘ – Aber, Herr Graf!‘ ‚Aber, Herr Sekretär, Sie ſollen mir nicht widerſprechen; gehen Sie nach Hauſe und behalten Ihr Geld; ich wünſche, daß es Ihnen Glü[c]k bringe.‘ So ward der wakkere junge Mann mit Einemmale von einer beträchtlichen Geldſchuld befreyet, und kam durch die empfangene Summe in eine gemächlichere Lage.“ [1]

Anekdoten wie diese Kurzerzählung zum „Grafen von Sch...“ spielten im Adel und um den Adel herum stets eine große Rolle, eine vielfältige Rolle, wird man hier ergänzen dürfen. Die bislang ermittelbare wissenschaftliche Forschung hat sich dazu bisher nur marginal geäußert, Anekdoten jedenfalls nicht näher typologisch untersucht. [2] Macht darauf auch jüngst wieder eine am 13. Mai 2026 publizierte Neuerscheinung aus dem Ditzinger Reclamverlag aufmerksam? Sie lautet „Die schönsten Anekdoten aus der Welt des Adels“, ist erschienen im bekannten Kleinheft-Format von 148 mm x 96 mm, wenn auch nicht in der bekannten gelben Farbe. Der Titel des Werkes läßt an der Eingangsthese allerdings Zweifel aufkommen, da vor allem das Wort „schönsten“ und die Phrase „aus der Welt des Adels“ aufmerken lassen. Beide Formulierungen sprechen dafür, daß die Anekdoten erstens nicht nach ihrer Bedeutung für den Adel ausgewählt worden sind, sondern nach ihrem ästhetischen Wert für Personen und Zielgruppen, die eher von historisch Nichtaldeligen abstammen, zweitens auch sprechaktlich eine zweigeteilte Welt erzeugt wird, in der es eine Welt des Adels gäbe und eine Welt des Nichtadels, aus der man auf und nicht in die Welt des Adels blicken würde.

Herausgegeben („ausgewählt und aufgezeichnet“) wurde das handliche Bändchen, das, wie alle Reclambände, gut als Reisebegleiter dienen kann, von dem Sammler und Schriftsteller Bernd Imgrund, [3] publiziert wurde es mit 134 Seiten unter der internationalen Standardbuchnummer „978-3-15-014770-2“; um den Preis von 8,00 Euro ist es im virtuellen oder analogen Buchhandel zu haben. Der inoffizielle Untertitel, der sich nur auf der Webseite des Verlages, nicht aber im Buch befindet, läßt indes wenig Gutes ahnen: „Zwischen Krone und Krawall. Amüsantes aus dem Adelsleben“. [4].

Dieser an Strategien des Otherings erinnernde Taktik wird bestätigt, wenn der Inhalt näher betrachtet wird. Er ist eingeteilt worden in die Abschnitte „Erstaunlich“, „Gewitzt“, Gemein“, „Reizend“ „Verrückt“, Peinlich“ und „Delikat“, womit auch in etwa die Absicht und Orientierung der Sammlung beschrieben wird, ganz anders als noch bei Hosemann (1843), [5] eher ähnlich wie bei Lill (1969). [6] Es geht mithin in der Sammlung nicht um die Klärung der Rolle der Anekdoten in Selbstverständigungsprozessen des Adels, wie sie andernorts bereits ansatzweise hervorgehoben worden ist, sondern um einen weiteren Beitrag zur Skurrilisierung [7] als einer historischen und teils auch noch seienden exotistisch konstruierten Minderheit und Fremdheitsgruppe, deren Peripherisierung [8] über den Band weiterbetrieben wird.

Die Schlüsselochperspektive ins innere Wesen des Adels soll hier angedeutet werden, der Blick auf eine Anderswelt wird genüßlich kultiviert, das Verdreht-Sein und Verrückt-Sein vom „gewöhnlichen“ Menschen wird schriftaktlich performatorisch erzeugt, ausgerichtet vermutlich auf die Ergötzlichung des möglicherweise vor allem aus nichtadeligem Hintergrund herstammenden Publikums). Deutlich zählen dazu boulevardeske Anekdoten wie die der privaten Fußbehandlung einer britischen Hochadeligen durch einen Finanzmanager (Seite 123-124), die nur deshalb Interesse beanspruchen darf, weil sich der Fall eben bei einer Adeligen abgespielt hat, allerdings eben nur unter dem Aspekt des Beispiels eines bedeutungsaufgeladenen Adelsklatsches für die Adelsforschung von Belang ist. [9]

Unter Adel versteht der Verfasser dabei implizit (er breitet sich darüber zwar nicht aus, aber es ist an der Auswahl der Anekdoten erkennbar) ein universalgeschichtliches Phänomen ähnlich wie bei Endres (1993). [10] Er spricht daher römische antike Eliten (Seiten 30 und 125) und ägyptische Pharaonen (Seite 121, 126) ebenso an wie deutsche Adelige und chinesische Herrschende (Seite 31). Positiv ist zu vermerken, daß fernerhin nicht allein Betreffe verhandelt werden, die Adelige betrafen, sondern auch Aristokratismen, mithin die Benützung von Adelsentitäten in Nichtadelskontexten, beispielsweise beim „Modezar“ Karl Lagerfeld (Seite 27), bei adoptierten Nichtadeligen (Seite 42, 82-83, 109-110), bei der Herkunft des Ausspruches „Der Kunde ist König“ (Seite 9) oder im Bereich der angeblichen oder tatsächlichen Ablehnungen von Adelstitel durch stolze Nichtadelige aus dem Großbürgertum (Seite 26). Ebenfalls werden verschiedene Adelskomposita erklärt, so der Terminus „Gemüseadel“ als vermeintlicher Adel von Bauerngeschlechtern [11] mit einem oft von Deutungshoheit beanspruchenden Meinungsbildnern als nichtadelig eingestuften „von“ im Namen (Seite 11-12).

Aber auch anekdotische Erklärungen zum Adel lassen sich finden, wie die Vermutungen über die Herkunft der These, Adelige hätten „blaues Blut“ (Seite 28); fernerhin werden Verfolgungen von Angehörigen der historischen Erinnerungsgruppenbildung des Adels in Österreich wegen des Gebrauches des „von“ im Namen im 21. Jahrhundert als Widerspruch zum Adelsaufhebungsgesetz von 1919 (Seite 63-64) thematisiert. Auch beim Adel beliebte Kulturtechniken bei Hofe, so die Zeichensprache der barocken Schönheitspflästerchen, werden vorgestellt (Seite 123). Eher in die abwertende und karikierende Orientierung geht der Abschnitt über „Stinkfaule Adelige“ im Artikel über die Oblomowerei als Karikatur des adeligen Müßigganges (Seite 27), [12] psychisch kranke Adelige (Seite 57) oder mehrere Erwähnungen von Mätressen (Seite 120, 124, 130), [13] die der Verfasser  mit der Normalität von Kopfläusen vergleicht (Seite 85-86). Daneben finden sich, wenn auch eher selten, für den Adel selbst bedeutende Anekdoten, beispielsweise über die Herkunft von Familiennamen (Seite 18).

Andererseits sind auch Anekdoten in dem Band enthalten, bei denen kein Adelsbezug erkennbar ist (Seite 99), so eine Erzählung zur Liebesbeziehung zwischen dem jungen nichtadeligen Goethe und der ebenfalls nichtadeligen Friederike Brion im elsässischen Sessenheim (Seite 80-81). Ungenügend an dem Band ist leider, daß fast durchgehend Quellennachweise fehlen. Das macht den Band bedauerlicherweise zu einer wissenschaftlich nur bedingt brauchbaren Anthologie, denn nur selten werden Quellen offenbart, eher beiläufig beispielsweise im Artikel „Plattdeutsch“, in dem angegeben worden ist, die Angaben würden aus Rezzoris „Idiotenführer Adel“ stammen (Seite 18). [14] Auch im Artikel „Julius Felix“ zum österreichischen Kronprinz Rudolf offenbart der Verfasser, er habe seine Angaben einer nicht näher bezeichneten Ausgabe des „Neuen Wiener Tagblattes“ entnommen (Seite 45); das Datum fehlt aber.

Insgesamt besehen betätigt sich der Band als Wiederaufführungsplattform von Humandifferenzierungen, kann als gutes Beispiel dienen für die Art der Strategien zur Perpetuierung von Veranderung, [15] wie sie bei Hirschauer eindrücklich theoretisch beschrieben worden sind. [16] Dabei nimmt der Band einen grundsätzlich anderen Stellenwert an als frühere Anthologien ähnlicher Art, die auf der Konservierung von Originalen aus dem Adel hin ausgerichtet waren.

Diese Rezension erscheint auch gedruckt in der Zeitschrift für deutsche Adelsforschung und stammt von Dr. Dr. Claus Heinrich Bill (Mai 2026). Zu den Annotationen:

1 = 1 = Nomen Nescio: Anekdote, in: Allerneueste Mannigfaltigkeiten. Eine gemeinnützige Wochenschrift, Band III, Berlin: Eisfeld 1783, Ausgabe der 14. Woche (ohne Tagesdatum) oder Monatsangabe), Seite 220-221.

2 = Verwiesen sei auf Michael Seelig: Alltagsadel. Der ehemalige ostelbische Adel in der Bundesrepublik Deutschland 1945/49-1975, Köln 2015, 591 Seiten (Dissertation Universität Marburg 2013, betrifft unter anderem auch Bedeutung von Anekdoten für die Erinnerungsgemeinschaft des historischen Adels). Die wichtigsten Beiträge sind außerdem Radmila Švarícková Slabáková: Moral heroes or suffering persons? Ancestors in family intergenerational stories and the intersection of family and national memories, in: Journal of Family History, Band XLIV, Thousand Oaks in Californien 2019, Heft Nr. 4, Seite 431-448, sowie Lea Liese: Mediologie der Anekdote. Politisches Erzählen zwischen Romantik und Restauration (Kleist, Arnim, Brentano, Müller), Berlin / Boston 2023, IX und 356 Seiten.

3 = Er verfaßte bislang fast ausschließlich nichtadelsbezügliche Werke wie „111 Orte in der Eifel, die man gesehen haben muß“ (Köln: Emons 2025, 230 Seiten), „101 deutsche Orte, die man gesehen haben muß“ (Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft Theiß 2020, 220 Seite) oder „Das Skat-Lesebuch. Von Kiebitzen, Schneidern, Jungfrauen und Luschen“ (Göttingen: Verlag Die Werkstatt 2002, 192 Seiten).

4 = Webseite „https://www.reclam.de/produktdetail/die-schoensten-anekdoten-aus-der-welt-des-adels-9783150147702“ des Ditzingener Reclamverlages gemäß Abruf vom 10. Mai 2026.

5 = Theodor Hosemann: Das große deutsche Anekdoten-Lexikon, Erfurt 1843, VIII und 462 Seiten und 11 Blatt (enthält unter dem Stichwort „Adel“ auf Seite 4 allerdings nur vier Adelsanekdoten).

6 = Peter Lill: Adel verpflichtet. Aristokraten in Anekdoten und Witzen, München / Esslingen 1969, 58 Seiten (Band XL der Reihe „Bechtle-Anekdoten“).

7 = Eine gänzliche Abwertung wird in dem Reclamband indes nicht praktiziert, wie sie bei einem Kritiker von Lang (1818) hervorgetreten war; siehe dazu Ritter v.Lang: Entgegnung von dem Verfasser des Adelsbuchs des Königreichs Bayern, in: Neuer Rheinischer Merkur (Coblenz), Nr. 140 vom 4. November 1818, Spalte 977-982 (Leserbrief wider kritische Anwürfe gegen ihn persönlich und das Adelsbuch, daß aus „lächerlichen Anekdoten und Erbärmlichkeiten“ statt aus umfangreichen Genealogien bestehe). Zum „Schimpfklatsch“ als Strategie der Erzeugung einer Humandifferenzierung siehe weiterführend Reinhard Blomert im Auftrag der Norbert-Elias-Stichting zu Amsterdam (Herausgeber): Etablierte und Außenseiter von Norbert Elias und John L. Scotson, ins Deutsche übersetzt von Michael Schröter und bearbeitet von Nico Wilterdink als Band IV der „Gesammelten Schriften“, Frankfurt am Main / Berlin: Suhrkamp 2023, 324 Seiten.

8 = Dazu siehe Ernst Grünfeld: Die Peripheren. Ein Kapitel Soziologie, Amsterdam: Noord-Hollandsche Uitgevers 1939, 102 Seiten.

9 = Zur Klatschforschung siehe indes Eva-Maria Lessinger: Medienklatsch. Eine hermeneutische Begriffsanalyse massenmedialer Klatschkommunikation, Wiesbaden 2019; Meier, Christian: Netflix. Neue Heimat für den Adelsklatsch, in: Die Welt (Hamburg), Nr. 244 vom 15. Dezember 2022, Seite 16 (These, wonach die Firma Netflix eine „endgültige Wende von der gedruckten zur verfilmten Adelserzählung“ betreibe und damit die „Klatschpresse“, die sich mit „dem Adel“ befasse, ablösen würde); Hennig, Bettina: Klatschjournalismus. Fragment einer adligen Kultur in der bürgerlichen Gesellschaft, Hamburg 2013, 266 Seiten (Dissertation Universität Hamburg 2012, enthält die These einer Refeudalisierung des Bürgertums aus dem Konzept adeliger und bürgerlicher Parallelkulturen heraus, da Klatsch seit dem 18. Jahrhundert eine fragmentarisierte Aneignung ehemals adeliger Lebenswelten durch den Nichtadel sei); Dobra, Annegret: Blaues Blut und bunte Blätter. Adel und Zeitschriften in Deutschland, Hannover 1999, 91 Seiten (Diplomarbeit Hochschule für Musik und Theater Hannover über Klatschjournalismus und die Regenbogenpresse und die Yellow Press); Siegfried Fuchs / Olaf Kittel: Huldigt die S[ächsische] Z[eitung] den Wettinern?, in: Sächsische Zeitung (Dresden), Ausgabe vom 30. September 2023, Seite 6 (enthält einen antinobilistischen Leserbrief, der die Berichterstattung über eine Hochzeit mit Angehörigen des historischen Adels kritisiert, da doch „gerade im Osten kein Sinn mehr für Adelsanbetung“ bestünde; Entgegnung des Leserbeirats, daß die Berichterstattung nicht auf „Adelsanbetung“ zurückgehen würde, sondern „eher eine Mischung aus Nostalgie und der Freude an schönen und festlichen Bildern“ geschuldet sei und „auch das Klatschbedürfnis mag eine Rolle spielen“); Rosa Vogel: Im Namen der Krone. Interview [mit] Lisbeth Bischoff. Sie begleitete uns durch pompöse Hochzeiten, stundenlange Krönungen und viel altes Gemäuer. Lisbeth Bischoff spricht im ED-Interview über die Faszination Adel, die Lust an Skandalen und den neuen Aristokraten-Journalismus, in: Extradienst (Wien), Nr. 1/2 vom 11. März 2022, Seite 354-356 (betrifft Klatschjournalismus, postmoderne Adelsfaszination und die Modifikation des Gesellschaftsjournalismus‘); Claus Heinrich Bill: Adelsklatsch als Teil bürgerlicher Gesprächskultur, in: Institut Deutsche Adelsforschung (Hg.): Bildatlas zur deutschen Adelsgeschichte 3. Adelsgrafiken als Beitrag zur komplexreduzierten Aufbereitung von für die Adelsforschung dienlichen Theorien und Modellen, Sonderburg 2017, Seite 40-41 (betrifft eine Visualisierung des Modells von Hennig aus dem Jahre 2013).

10 = Rudolf Endres: Adel in der Frühen Neuzeit, München: Oldenburgverlag 1993, Seite 1.

11 = Dazu siehe fernerhin auch Seite 93 (Seitenzahl fehlt bei Imgrund).

12 = Dazu siehe aber auch Claus Heinrich Bill: Adelskritik im Roman „Oblomow“, in: Institut Deutsche Adelsforschung (Hg.): Bildatlas zur deutschen Adelsgeschichte 4. Adelsgrafiken als Beitrag zur komplexreduzierten Aufbereitung von für die Adelsforschung dienlichen Theorien und Modellen, Sonderburg 2018, Seite 12-13.

13 = Dazu siehe sonst aber auch Anna Eunike Röhrig: Mätressen und Favoriten. Ein biographisches Handbuch, Göttingen 2010, 477 Seiten (enthält rund 250 Biographien, teils mit Porträtbildern, von später teils geadelten Frauen und männlichen Günstlingen aus der Zeit vom 13. bis 20. Jahrhundert; betrifft den europäischen Raum und daher vielfach Geliebte nichtdeutscher Fürst:innen und von nichtfürstlichen Regierenden; enthält auf den Seiten 474-477 eine versteckte Bibliographie älterer Mätressenhandbücher); Jürgen Walter: Lust und Macht. Mätressen an deutschen Höfen, Mühlacker / Irdning in der Steiermark 2010, 236 Seiten.

14 = Gemeint war dabei vermutlich Gregor v.Rezzori: Idiotenführer durch die deutsche Gesellschaft, Band II (Adel. Aus guten Kisten und, wenn möglich, noch besseren Ställen. Wertvolle Anleitungen zu Kenntnis und Verständnis der vorbildgebenden, tonangebenden sowie schlichthin angebenden Gesellschaftsschicht), Reinbek 1962, 81 Seiten.

15 = Stefan Hirschauer (Hg.): Un/doing differences. Praktiken der Humandifferenzierung, Weilerswist 2017, 392 Seiten; Stefan Hirschauer: Un/doing Differences. Die Kontingenz sozialer Zugehörigkeiten, in: Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld (Hg.): Zeitschrift für Soziologie, Band XLIII, Berlin 2014, Heft Nr. 3, Seite 170-191 (Pionieraufsatz zu diesem theoretischen Ansatz).


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